Neobank 660x330 - Mobile Angebote von Neobanken setzen Standards bei Nutzerfreundlichkeit

Mobile Angebote von Neobanken setzen Standards bei Nutzerfreundlichkeit

Zürich, 25. Februar 2020. Weltweit durchläuft das Retailbanking einen rasanten Wandel. Längst haben digitale Services die Filiale als wichtigsten Touchpoint abgelöst. Entscheidend dabei sind insbesondere mobile Apps. Capco, die führende Management- und Technologieberatung für die Finanzdienstleistungsbranche, untersucht in ihrer neuen Analyse „Benchmarking mobile Banking in Switzerland today“ die unterschiedlichen Angebote am Markt und stellt dabei den aufstrebenden Neobanken und Fintechs ein gutes Zeugnis in puncto Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit aus.

Grundlage der Analyse waren mobile Angebote von insgesamt 16 Finanzinstituten. Neben den Challengern Revolut, Monzu, Starling Bank und N26 wurden auch die Angebote von führenden britischen sowie kontinentaleuropäischen Instituten untersucht. Hinzu kamen zwei globale Schweizer Grossbanken und drei Top-Tier-Banken der Schweiz.

Bewertet wurden die 30 wichtigsten Kernfunktionen von mobilen App-Angeboten in den Kategorien Zahlungsverkehr, Kundensupport, Kartenangebote, Benachrichtigungen, personalisiertes Finanzmanagement sowie Assets. Die digital-affinen Challenger-Banken können insbesondere durch personalisierbare Finanzziele, ein gutes Management der Bezahlkarten sowie bei der generellen Nutzererfahrung überzeugen. Studienautor und Capco-Partner André Brunner stellt heraus: „Unsere empirische Benchmark- Analyse zeigt: Neobanken sind hervorragend an die zunehmend digitalen Nutzerverhalten ihrer Kunden angepasst. Angebote sind leicht zu bedienen und übersichtlich gestaltet. Durch den Open Banking-Trend wird es zunehmend entscheidend, als attraktive Plattform für unterschiedliche Finanzthemen wahrgenommen zu werden. Dank des hervorragenden User Interfaces für persönliche Finanzangelegenheiten sehen wir die Challenger in einer sehr guten Ausgangslage.“

Schwachstelle der Schweizer Institute: Kartenmanagement über mobile Apps

Die Schweizer Banken schneiden durchweg hervorragend in der Kategorie Zahlungsverkehr ab. So zeigt die Analyse, dass die Angebote der Schweizer im Zahlungsverkehr europaweit führend sind, Kunden können via App ein breites und ausgefeiltes Serviceportfolio nutzen. Auch beim persönlichen Finanzmanagement gehört ein Grossteil der untersuchten Schweizer Institute zu den Marktführern. Als Schwachstelle haben die Experten jedoch das Kartenmanagement über die mobilen Apps ausgemacht. Die untersuchten britischen Angebote konnten allgemein im Bereich der Nutzerfreundlichkeit nicht überzeugen, während sich unter den Apps der europäischen Banken Angebote mit besonders schlechter Funktionalität fanden. Insbesondere in der Kategorie Benachrichtigungen hängen europäische Wettbewerber deutlich zurück, dabei gilt dieser Kontoservice als essentieller Baustein für das nutzerfreundliche Konto von morgen.

André Brunner betont: „Sowohl Fintechs als auch die meisten untersuchten Schweizer Institute verfügen derzeit schon über gute mobile Angebote. Bezogen auf die Fülle an App- Features im Allgemeinen sind die Grossbanken deutlich breiter aufgestellt. Challenger fokussieren sich auf ausgewählte Features und besitzen hier Vorteile. Besonders attraktiv sind die Challenger-Banken natürlich auch aufgrund ihrer kundenfreundlichen Preisgestaltung. Mittelfristig müssen sich aber alle Institute fragen, wie sich die neuen mobilen Services monetarisieren lassen. Wir sehen, dass in Zukunft digitale und mobile Angebote auf Kundenwunsch angepasst und erweitert werden. Diese massgeschneiderten Services stellen eine attraktive Einnahmemöglichkeit dar. Bis dahin sind die Institute angehalten, ihren direkten Zugang zum Endkunden nicht zu verlieren. Für Banken sind digitale Loyalitätsprogramme mit attraktiven Netzwerkpartnern eine Möglichkeit, diese Kundenbindung zu stärken.“

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